Zieh Dich aus! – Warum es nichts bringt, für die Kunstvermarktung die Hosen runterzulassen
3. September 2010Anbieter verschiedener Marketinglösungen für Künstler bedienen sich mitunter folgender Empfehlung: Um volle Ausstellungen zu gewährleisten sollte man dem Besucher etwas bieten. Unabhängig davon, dass die Kunst, die gezeigt wird allein bereits ausreichen sollte, um Kunstinteressierte bei der Stange zu halten, sind diese Tippgeber offenbar der Meinung, dass die „Vermarktung“ um jeden Preis durch die Einlage von Performances jeglicher Coloeur voangetrieben wird. Der Meinung sind wir keineswegs, da wir davon ausgehen, dass nur eine konsequente Umsetzung des eigenen künstlerischen Weges zu einer Authentizität und einem damit verbundenen intensiveren „Gespräch“ mit dem Rezipienten führen wird.
Möglich, dass kurzfristige Besucheranstürme zu erwarten sind, wenn mit Nackteinlagen und anderen Erotikelementen oder sonstigen ausgefallenen Dingen aufgewartet wird. Aber was hat das dann mit den ausgestellten Bildern zu tun?
Hin und wieder begegnet man Galeristen , die gar jegliche musikalische Begleitung zur Verni- oder Finissage ablehnen, um zu gewährleisten, dass nichts vom Kunstwerk ablenkt. Dort könnte man allerdings abwägen. Wenn es sich um eine reine „Be-gleitung“ zur Unter „malung“ der gezeigten Arbeiten handelt, ist gegen Musik nichts einzuwenden. Ein Konzert sollte daraus jedoch nicht entstehen.
Meinungen und Erfahrungen wären hier mal interessant. Wie seht ihr das?
„Strat“ – Öl auf Leinwand – 40 x 40, Iris Hilpert (Meißen – 2010)
2. September 2010Videobeitrag Meißen rechts: Das ToMA-Atelier für Figunetik bedankt sich für die feierliche Überreichung des Plakathalters beim Fachgroßhandel Hiller
2. September 2010Das ToMA bedankt sich ganz herzlich bei Briefkastenhandel.com für die Überreichung des Plakathalters ! Bitte Video beachten!
Anonyme Bewerbung – ein Haarriss in der „Gläsernen Decke“ ?
1. September 2010
"Richtig bewerben - die häufigsten Outfitfehler im Bewerbergespräch", Zeichnung, Meißen - Iris Hilpert
Alter, Geschlecht, Familienstand und ethnische Herkunft spielen keine Beurteilung in der Bewertung der Fähigkeiten eines Menschen.
So sollte es sein, ABER
die derzeitige Situation zum Beispiel in der Top-Managerszene in Deutschland belegt, dass nur eine einzige Frau im Vorstand der DAX-geführten Unternehmen sitzt. Warum und wieso das so ist, führt zu einer Reihe unbewiesener Ansätze. Vermutungen und Thesen geben sich dabei die Klinke in die Hand.
FAKT ist
dass die Form einer sogenannten „anonymen Bewerbung“ einen Riss in der „gläsernen Decke“ bewirken kann und zwar nicht nur in Bezug auf eine Erstbewerbung, sondern speziell auch auf weiterführende Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten von Frauen, Homosexuellen oder anderweitig Andersdenkenden liegt auf der Hand.
Gerade auch bei weitergehenden beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten sollten Tests und Bewerbergespräche anonymisiert durchgeführt werden.
Denn
das Zähneknirschen des Personalchefs / der Personalchefin muss endlich aufhören, wenn er / sie lesen muss, dass sich eine zweifache Mutter / ein alleinerziehender Vater um den Posten des Teamleiters bewirbt. Völlig einerlei, ob sie / er ihr / sein Betriebswirtschaftsstudium in nur 4,5 Jahren vorzeitig und mit Auszeichnung gemeistert hat. Ausfallen wird sie/er, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Spätestens, wenn die süssen Kleinen krank werden. Wenn die Dame / de Herr dann noch dazu gut aussehen, wird es doppelt schwer, denn dann ist ja auch klar, warum sie /er ihr /sein Studium mit Bravour absolvierte. Sie haben sich schlicht und ergreifend durch´s Studium ge…..
Deshalb
weg mit den dümmlichen Bewerberfotos. Denn spätestens, wenn der / die „Einsteller“ / in eine Ähnlichkeit des Bewerbers mit seiner oder seinem Ex erspäht, ist es ohnehin klar, dass der Papierkorb im Büro neues Futter findet.
Natürlich
stehen sich Bewerber und Arbeitgeber spätestens dann, wenn es zum Vorstellungsgepräch kommt, Auge in Auge gegenüber und die Situation wird quasi lediglich auf diesen Termin verlagert. Die Ähnlichkeit mit ungeliebten Menschen kann spätestens jetzt noch dem Personalchef die roten Zornesflecken auf Hals und Wangen zaubern und vorbei ist es mit der Hoffnung auf den heißbegehrten Posten in der Chefabteilung der Buchhaltung.
Darum
weg mit dem Vorstellungsgespräch, bei dem man sich gegenübersitzt und hin zur alten Quizshow „Was bin ich“. Das Ganze natürlich volltechnisiert mit Stimmenverzerrer, denn alles andere kostet zuviel Geld..
Und
auch wenn der Bewerber es dann geschafft hat, in der heißbegehrten Stellung angenommen zu werden, ist es allemal sinnvoll, ihn auch dann nicht erkenntlich zu machen, damit der weitere Karriereweg sich von selbst ebnen kann.
Letztlich
wird vielleicht keiner mehr wissen, mit wem er es zu tun hat.
Man
wird dann sagen können, die „neuen Unsichtbaren“ haben es bis über die „Gläserne Decke“ geschafft.
Irgendwann
später könnte das Motto dann wiederum lauten: Zeigt Euer Gesicht, sonst nehmen wir Euch nicht“
Meißner Unternehmer kauft das Exponat „unmut“ von Stefan Stüber – „internationale momente“ – (kunst in meissen)
28. August 2010Es ist nicht einfach, in Meißen Kunst zu zeigen und schon gar nicht, sie auch zu verkaufen.
Dem Gottenheimer Digital-Grafiker Stefan Stüber gelang mit dem Verkauf seines Bildes „unmut“ diese Hürde im Rahmen der Ausstellung „internationale momente“. Dazu unser herzlicher Glückwunsch an den Künstler, der sich seit 2002 schwerpunktmäßig mit Maleri und Grafik beschäftigt, speziell dazu im digitalen Bereich. Und wollen wir ehrlich sein. Das Bild hat es einfach verdient, einen Käufer zu finden! Gekonnt umgesetzte Strichführung und feinsinnige Akzentuierung der Linien durch minimale Farbflächengestaltung. Ein Motiv, was den Betrachter fesselt.
Südwest, Tuschezeichnung, 29 x 21, Iris Hilpert – Meißen, 2010
27. August 2010Es geht weiter mit den Tuschefiguren. Die neue Serie heißt „Seeleute“ und soll auf humorvolle Weise in gewohnt liebenswerter Umsetzung die Menschen in nördlicher Küstennähe zeigen. Sicher ist die Motivation etwas zu schaffen bei jedem Künstler anders – mir hilft oft die Vorlage einer Thematik, zumindest bei dieser Art der seriellen Zeichnungen.
Vater mit Kind, 29 x 21 xm, Zeichnung (Tusche, Graphit), Iris Hilpert – Meißen, 2010
25. August 2010Alphörner und virtuelle Schiefertafeln
24. August 2010Virtuelle Schiefertafeln als Kommunikationswerkzeuge der nahen Schulzukunft
Mit dem folgenden Artikel mache ich mal eine kurze Kunstpause und schreibe hier mal einige Gedanken, die in einer Diskussion entstanden, wo es darum ging, dass das herkömmliche gebundene Buch nie aussterben wird. Ich hatte dagagen erwidert, dass dies einst ein Luxusartikel, etwas Antiquarisches sein wird und bereits in ganz naher Zukunft vieles auf virtuellem Wege gelöst sein wird.
Betrachtet man die Entwicklung der Kommunikation in der Geschichte, so war es schon immer das grundlegende Bedürfnis der Menschen, sich mit einfachen Mitteln über große Entfernungen in schneller Form zu verständigen. So lief der griechische Bote auf schnellstem Wege nach Athen, um seinem Herrscher wichtige Nachrichten zu übermitteln. Rauchzeichen und Alphörner waren
dann der erste Schritt in Richtung Tele (Fern) Kommunikation. Spätestens mit Anwendungen wie Hoccer oder Bump erscheint der Schritt zum Beamen der Gedanken fast Wirklichkeit zu werden.
Raumzeitgrenzen werden in minimierter Form bereits außer Kraft gesetzt, denn es spielt keine Rolle, wer wo wann auf der Welt mit wem kommuniziert, denn alles dies ist mit den Mitteln der heutigen Technik spielend möglich.
Es ist nicht mehr nötig, sich bei einer Konferenz oder einem Freundestreff real gegenüberzusitzen, denn es gibt Social Networks, die dies nebenher ermöglichen. Man kann nun darüber streiten bis man schwarz wird, ob dies nützlich oder schädlich ist, letzten Endes wird auch hier der Fortschritt siegen und die Entwicklung ihren Lauf nehmen. Pads oder Tablets mit Internetzugang werden in absehbarer Zeit selbstverständliche Begleiter sein.
Das mühsame Erlernen fremder Sprachen könnte bald der Vergangenheit angehören, denn in Headsets integrierte Übersetzungsprogramme werden die Sprachausgabe in alle Sprachen ermöglichen. Wahrscheinlich sogar am oder im Kopf intergrierte Chips, die dies automatisiert steuern. Und dies ist ein wegweisender Punkt in der Kommunikationstiefe.
In Schulen werden Pads mit einfachster Bedienung Einzug halten, das mühsame Tragen schwerer Lernmaterialien wird abgelöst durch Schnittstellen und Zugangspunkte in schulspezifischen Netzwerken. Es dürfte sogar fraglich sein, ob das Erlernen z.B. spezifischer mathematischer Fähigkeiten überhaupt noch nötig sein wird oder ein Grundlagenwissen ausreicht, den Rest erledigt der Multimediabegleiter, der leicht ist und in jede Schultasche passt.
Der Satz „Medien machen Dumme dümmer und Schlaue schlauer“ könnte eine neue Bedeutung gewinnen. Die Frage ist ja auch, wozu der angehende Chemiker, der sich in seinem Fachgebiet spezialisieren wird, überhaupt andere Bereiche in der Tiefe kennenlernen muss, was natürlich eine hinreichende Allgemeinbildung keineswegs ausschließen muss.
Das Lesen von Inhalten bleibt genauso wichtig, nur wird die Form der Inhaltsaufnahme eine andere sein als bisher. Schlussendlich ist es völlig einerlei, ob man die Information auf einem E-Book liest oder in einem gebundenen Buch, seine Niederschrift in ein Heft schreibt oder dies über Transscriber oder Tastatur oder Spracheingabe in seinen multimedialen Begleiter eingibt.
Die Schnelligkeit der Informationsbeschaffung bedient gleichermaßen die Kommunikationsvereinfachung, denn es ist nicht mehr nötig, stundenlange Lexikasuchen zu veranstalten, wenn die gewünschte Info per Tastendruck in Sekundenschnelle vorliegt.
Was bleibt ist der Freiraum für fachspezifische Dinge. Es ist also nur ein Frage der Zeit, meiner Einschätzung nach eine Spanne von 10 bis 15 Jahren, in denen, zumindest die höheren Schulen mit diesen Kommunikationswerkzeugen ausgestattet sein werden und schwere Schulranzen der Vergangenheit angehören. So wie einst der Taschenrechner Einzug hielt in den Schulalltag wird es völlig normal sein, tragbare oder gar visuell abrufbare Informationseinheiten zu bedienen.
Keramik Skulpturen von Elya Yalonetski
19. August 2010Die Motive Ihrer Werke sind umfassend: sie kreisen neben der Darstellung der Liebenden, um die Sagen- und Phantasiewelten. Sie entführen den Betrachter zurück in die Zeit des Rokoko und reichen bis hin zur Engeldarstellungen und Hinwendung zu jüdischen Themen. Elya Yalonetski gelingt es, den Betrachter zu rühren, das Kind in ihm zu wecken udn das Staunen auf die Gesichter zu zaubern.
Einige Ihrer Keramikfiguren sind noch bis zum 04.09. im Meißner ToMA-Atelier auf der Hafenstraße 19 A zu bewundern. Preise ab 40 Euro.
Videobeitrag: Zwischenbilanz zur aktuellen Ausstellung des ToMA-Ateliers für Figunetik in Meißen
18. August 2010Einige Worte zwischendurch.
An dieser Stelle nochmals ein großes Danke an alle Teilnehmer und Besucher der Ausstellung und an einen weiteren Sponsor der Ausstellung „internationale momente“, das Welcome Hotel in Meißen!
Jesus am Strand
16. August 2010Szenarien wie aus einem Bergman Film. Verrückte Figurenensemles in unpassender Umgebung. Köpfer serviert dem Betrachter keine leichte Kost. Handwerlich meisterhaft sind seine Arbeiten, die Themen verwirrend bis aufreizend. Und immer sehr provokant.
Debra C. Schröter schreibt über den Maler „Betrachten wir die Werke des Künstlers Wolf-Dieter Köpfers – so verstehen wir augenblicklich, dass wir es mit einem Mann zu tun haben, dessen Bilder ungeheuer narrative Szenerien mit fast erschütternd poetisch-sinnlichen Impressionen vermitteln, die den Betrachter zu einem Dialog verführen, einladen, oder manchmal gar herausfordern und provozieren.“
(Die vollständige Kritik ist zu lesen unter KritikII auf der Homepage des Künstlers)
Eine Auswahl seiner Arbeiten zeigt der in Schweden lebende Maler noch bis zum 04. 09. in der Galerie auf der Hafenstraße 28 in Meißen.
Preise auf Anfrage

Verfasst von ToMA Atelier 

















